Warum kommst Du ums Sein nicht herum?

Du kommst ums Sein nicht herum, weil sich Dein Wesen am Ende sowieso durchsetzt. Also kannst Du ihm auch direkt folgen und es hübsch beschenken.

 

Dein Wesen will sich durch Dich erfahren, um sich im Sein zu erkennen. Dann greift es auf das zu, was Du ihm anreichst. Dann ist es anwesend, verschmilzt mit Dir. Und Du spürst das körperlich in Form von Gänsehaut.

 

Reich Deinem Wesen an, was das Zeug hält! Geh ihm entgegen, erhöhe Dein Energielevel und biete ihm an, was Du nur kannst. Lass es davon nehmen, was immer es möchte, auch wenn Dein Verstand es vielleicht stellenweise nicht fassen kann, wann Dein Wesen zugreift. Ich z.B. hatte schon Gänsehaut bei Marianne Rosenbergs „Er gehört zu mir“ oder bei Inga Lindström-Kitschfilmszenen. Mein Verstand fragt sich: Geht's noch? Aber bitte, wenn mein Wesen das gut findet … will ich nicht im Weg stehen. 

 

Musik, Filme, Gespräche, Gedichte, Kontakte, Natur … Biete es ihm physisch an oder mental, d.h. stell es Dir bildhaft vor. Für Dein Wesen macht es keinen Unterschied, auf welche Art Du ihm die Erfahrungen anreichst. Aber na klar ist mental mehr möglich als auf der physischen Ebene. Die physische Ebene gibt uns nur eine Idee, was wir ihr alles anreichen könnten. Im Visualisieren sind uns wenig Grenzen gesetzt. 

 

Wenn Dein Wesen Dir Gänsehaut beschert an Stellen, die Du als Person eher peinlich findest, dann lass ihm den Spaß. Dreh voll auf, geh mit, pump durch Atem noch Energie rein. Wenn es zugreift bei Grausamkeiten, die Dir jemand erzählt, dann lass es. Dann braucht es aus irgendeinem Grund genau diese Erfahrung. Möglicherweise hast Du sogar selbst unter körperlichen Schmerzen ekstatische Gänsehaut. Dann will Dein Wesen das erleben. Ja. 

 

Denn es geht einzig um den Zustand des Seins. Wie, wann, wo er sich zeigt, völlig egal. Sobald er sich ansatzweise zeigt, geh voll mit und voll rein! Nach dem Motto: Du willst das jetzt? Gut, ich mache mit. Du arme Sau kannst ja diese Erfahrungen ohne mich nicht machen. :-)

 

Richtest Du Dich NICHT darauf aus, Dein Wesen zu beschenken, wird es Dir Situationen zuspielen, die Dich mehr und mehr auffordern, Dich bzw. sich selbst im Sein zu erkennen. Es klopft stärker und stärker an. Bis Du es erhörst. Das kann auch richtig weh tun, aber dann ohne Ekstase. Dann gibt es eine schmerzhafte Querbeschleunigung.

 

Am Ende setzt es sich immer durch. Du entscheidest, wann Du aus dem Widerstand gehst, an welchem Punkt Du mitmachst. 

 

Je häufiger und intensiver wir unser Wesen beschenken, desto mehr beschenkt es uns. Auf welche Art es das tut, lassen wir komplett los. 

 

Aber in dem Prozess des wechselseitigen Gebens und Nehmens verschiebt sich die Achse, um die herum dieser Austausch geschieht,immer weiter nach oben. Mit jedem Mal, wenn sich der Kreislauf wirklich schließt, mit jeder Durchströmtwerden-Gänsehaut, mit jeder „Geschenk-Übergabe“.

 

 

Der Rest ist Überraschung. Sich-beschenken-lassen. Wunder.