Schwingung und Atem

 

Alles ist Schwingung. Mit unterschiedlicher Amplitude und Taktung. Die Amplitude ist der Unterschied zwischen Spitze und Tal der Welle. Die Taktung beschreibt das Tempo des Wechsels zwischen Spitze und Tal. Alles schwingt, jeder schwingt. Und die Entwicklung geht wellenförmig nach oben. Auf der Erde insgesamt und in jedem einzelnen, der sich für einen Weg des Bewusstseins entschieden hat. Wir entwickeln uns wellenförmig - schwingen, pulsen uns nach oben. Wir Menschen schwingen zwischen Himmel und Erde. Zwischen Sein und Form. In jedem Moment und in größeren Zyklen. Der Atem drückt das gut aus. Das Zwerchfell pulst zwischen unten und oben. Das Sein liegt zwischen Ein- und Ausatmen: Wir lassen den Atem einströmen, wir atmen den Himmel ein, und halten ihn, mit gesenktem Zwerchfell, wir spüren das Sein. Bevor wir wieder ausatmen, das Zwerchfell sich hebt, und der Erde / der Form / der Schwere von unten Platz macht. Der Atem und unsere Schwingung beeinflussen sich direkt gegenseitig. Wir können den Atem wunderbar nutzen, mehr Sein in uns einströmen zu lassen. Und damit kontinuierlich unsere Schwingung zu erhöhen. Um mehr Bewusstsein für den Atem zu gewinnen, können wir damit auch herumexperimentieren. Die Schwingungsamplitude des Atems kann man bewusst so anlegen, dass das Zwerchfell in der oberen Position, also mit wenig Raum für Luft im Körper, bleibt, wir also sparsam atmen. Und dabei kann man auch die Taktung des Atems zusätzlich reduzieren. So kann man sich in eine Depression fast schon hineinatmen. Andersherum, mit viel Atem in uns, also weit gesenktem Zwerchfell, und einer geringen Amplitude "um diese Position herum" gehalten, mit einer schnellen Taktung des Atems, können wir uns geradezu in Ekstase atmen. Den Spannungszustand des Kiefers bewusst wahrzunehmen, ist dabei sehr hilfreich. Denn Kiefer und Zwerchfell stehen in unmittelbarer Verbindung. Lassen wir den Kiefer hängen, und spüren seine ganze Schwere, senkt sich auch das Zwerchfell, und der Atem geht tiefer. So können wir uns bewusst atmend immer weiter hinaufschwingen ins Sein. Wir pulsen uns rauf und atmen uns frei!