Das Herz

 

Das Herz, im Sinne von Herzchakra, ist die zentrale Verbindung zwischen Sein und Erfahren. Natürlich ist das nur ein Modell, um es für unseren Verstand erfassbar zu machen, aber mir kam heute morgen nochmal sehr eindringlich folgendes Bild: Wenn man sich vorstellt, dass das Herz ein Energietor ist, das sich nach vorne und nach hinten hin jeweils in einer nach außen immer größer werdenden Spirale öffnet, dann hat das Sein seinen Sitz hinten und das Erfahren vorne, wohin sich auch unsere Sinne verstärkt ausrichten. Jede Erfahrung vorne hat ihr Pendant hinten im Sein, wo sie ursprünglich herkommt, wo sie geboren wurde. Und in jeder Erfahrung steckt die Chance, ihr Pendant im Sein zu erkennen. Jede Erfahrung ist nur die Aufforderung, ihr Ideal im Sein zu erkennen. Der Dreh- und Angelpunkt bei diesem Austausch ist immer das "Ich bin", das im Herzen sitzt. Anders ausgedrückt: Das, was ich grobstofflich bin, dient nur als Hinweis auf das, was ich feinstofflich bin. Und die Ausrichtung des "Ich bin" bestimme ich. Je mehr Erfahrungen vorne wir nutzen, um sie als Idealzustände im Sein zu erkennen, desto stärker nähren wir das Licht "hinter" uns - um im Bild zu bleiben, das uns wiederum neue Erfahrungen zuspielt. Es gibt einen Fluss in beide Richtungen. Und auch eine Sogkraft in beide Richtungen. Denn das Sein will sich erfahren und die Erfahrungen wollen im Sein erkannt werden. Und jede erneute Runde findet auf einem anderen Level statt. Ich erfahre, erkenne, erfahre wieder und erkenne wieder ... Und immer so weiter. Und alles fließt durchs Herz. 
Ich habe mal gehört, wir sind alle durch ein bestimmtes Chakra inkarniert. Und die Themen dieses Chakras dürfen wir dann auch verstärkt leben, die Schwächen und die Stärken, also aus der Schwäche zunehmend eine Stärke machen. Bei mir ist es das Herzchakra, durch das ich inkarniert bin. Und ich kann nur sagen: Das passt. Sowohl, was meine Erfahrungen anbelangt, als auch die Lebensaufgabe. Aber das kann man ja eh nicht voneinander trennen. Da nutz ich doch mal die Gelegenheit und schiebe direkt hinterher: Ich bin ein offenes, weites, heiles Herz. Und atme nochmal tief hinterher. So sei es. :-)